14.7.2016 – Beim Ideenwettbewerb des Spezialversicherers Markel kamen fünf Vorschläge ins Finale. Gewinner ist Versicherungsmakler Benno Schweigert mit seinem Deckungskonzept für Radio-Sender.

 

„Haben Sie schon immer davon geträumt, Ihr eigenes Versicherungsprodukt zu entwickeln und exklusiv zu vermarkten?“ Das hatte die Markel International Insurance Company Limited, Niederlassung Deutschland, die Besucher der Versicherungs- und Finanzmesse DKM im vergangenen Oktober in Dortmund gefragt (VersicherungsJournal 4.11.2015).

Die Produktideen sollten aus den Bereichen Vermögenschaden-Haftpflicht, Berufshaftpflicht oder Financial Lines („Absicherung von Unternehmensleitern (D&O), moderne Lösungen für Banken und Finanzinstitute (E&O) sowie Prospektversicherungen (POSI) und Transaktionsdeckungen (M&A)“) kommen.

Dem Einsender des besten Vorschlags versprach der Spezialversicherer für gewerbliche und industrielle Risiken, etwas Besonderes daraus zu machen. Dieses Versprechen wird nun eingelöst.

Markel macht Träume wahr

Die Entscheidung über den Preisträger hat eine Jury getroffen. Sie bestand aus Markel-Deutschlandchef Frederik Wulff, Professor Horst Müller-Peters vom Institut für Versicherungswesen an der TH Köln, und Konrad Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung der BBG Betriebsberatungs GmbH.

Markel Maklertraum Finalisten und Jury (Bild: Markel)
Markel Maklertraum Finalisten und Jury (Bild: Markel)

„Vollends überzeugt“ waren die drei Herren von dem Produktvorschlag „RadioProtect“, eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für die Betreiber privater Radiosender. Dafür wurde der Ideengeber Benno Schweigert, Gesellschafter-Geschäftsführer der München Assekuranz Versicherungsmakler GmbH, ausgezeichnet.

Markel übernimmt das Deckungskonzept in sein Portfolio. Im ersten Jahr darf Schweigert es exklusiv vermarkten. Dazu steuert der Versicherer noch 5.000 Euro Marketingbudget bei. Zum Gewinn gehört außerdem eine gemeinsame Sightseeing- und Lloyd’s-Tour nach London. Dort wird das neue Produkt dem Markel-Underwriting-Komitee persönlich präsentiert.

Ziel ist die Nummer eins zu werden

Benno Schweigert erläuterte der Jury zu seiner Produktidee, dass die meisten Geschäftsführer von Radiosendern sich mit den Themen Vermögensschaden-Haftpflicht und D&O-Versicherung noch nie beschäftigt hätten.

Als seinen Traum nannte er, „im Versicherungsbereich der privaten Radiosender die Nummer eins zu werden“.

Mit-Finalist Björn Olbrich, Gesellschafter-Geschäftsführer TBO Versicherungsmakler GmbH, hatte eine Berufshaftpflicht-Versicherung für Angestellte, um mögliche Regresse durch den Arbeitgeber oder Lücken in dessen Betriebshaftpflicht-Versicherung zu schließen, vorgeschlagen.

Diese latente Deckungslücke sei bislang nur für Führungskräfte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst geschlossen, erklärte Olbrich. Durch die mittlerweile salonfähige Inhaftungnahme von Führungskräften stehe zu befürchten, dass sich die Unternehmen nach und nach auch an flachere Hierarchieebenen herantrauten. Er habe Zweifel, ob die Rechtsprechung bei ihrer arbeitnehmer-freundlichen Haltung bleibe.

Finalisten benennen Marktlücken

Ein weiterer Finalist des Wettbewerbs war Rüdiger Christ, Fachberater für berufliche Risiken für Conav Consulting GmbH & Co. KG. Seine Produktidee ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Vermittler und Berater von Finanzdienstleistungen, welche bisher nicht reguliert und dadurch nicht oder nicht vollständig versicherbar sind. Eine komplette Absicherung gebe der Markt noch nicht her.

Christian Eckhardt, Firmenberater der Lücke Team GmbH, gelangte ebenfalls in die Endausscheidung. Seine Idee ist eine „verständliche Deckungslinie für M&A-Risiken, die es dem Mittelstand ermöglicht, diese ohne Jurastudium zu verstehen und somit einfach machen“.

Dominik Welslau, selbstständiger Versicherungsmakler bei der P&F GmbH & Co. KG, kam mit der Idee einer Imageversicherung ins Finale. Er begründete den Vorschlag so:

„Die aktuell gültige Reputationsschaden-Klausel innerhalb der D&O-Versicherung bietet zu geringe Deckungssummen und die Bewilligung erfolgt erst, wenn die Haftungsfrage bereits geklärt ist. Dies kann Jahre dauern und der Imageverlust ist nicht mehr aufzuhalten.“

Beeindruckender Ideenreichtum

„Wir sind beindruckt von dem Ideenreichtum, mit dem unsere Marktpartner die Ansprüche ihrer Kunden übersetzt und Nischen besetzt haben“, erklärte Wulff.

„Die Aktion war aus unserer Sicht ein voller Erfolg, denn wir können uns nicht nur über viele inspirierende Ansätze für die Zukunft freuen, auch den Kontakt zu unseren Partnern haben wir durch die Kampagne sichtlich stärken können“, freut sich der Markel-Chef.

 

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